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03.03.2017
Beitritt zum Bündnis für mehr Vielfalt mit vier prominenten Partner_innen an der Westküste – Stadt Heide, Westküstenkliniken, FH Westküste und Brücke SH
Was haben die Brücke Schleswig-Holstein, die Fachhochschule Westküste, die Stadt Heide und die Westküstenkliniken Brunsbüttel und Heide gemeinsam? Alle vier Heider Institutionen und Arbeitgeber_innen+ setzen sich für sexuelle und geschlechtliche Vielfalt ein. Sie unterzeichnen heute (03. März) im Beisein von Gleichstellungsministerin Kristin Alheit die "Lübecker Erklärung für Akzeptanz und Respekt" und treten damit dem Bündnis für sexuelle und geschlechtliche Vielfalt in Schleswig-Holstein bei. Grundlage sind Beschlüsse in den entsprechenden Entscheidungsgremien, die im Dezember 2016 fielen (z. B. Heider Ratsversammlung am 14.12.2016).

Das Bündnis ist ein wichtiger Teil des Aktionsplans Echte Vielfalt, zu dem der Landtag die Landesregierung beauftragt hat. Dem Bündnis sind bisher über 20 Vereine, Kommunen, private Arbeitgeber und politische Organisationen beigetreten. Ziel des Bündnisses ist die Stärkung der Akzeptanz und Anerkennung von lesbischen, schwulen, bisexuellen, trans*, inter* und pansexuellen Menschen. Die Bündnispartner_innen verpflichten sich damit zum Abbau von Diskriminierung und Ausgrenzung.

Die Lübecker Erklärung fußt auf Artikel 3 Absatz 3 des Grundgesetzes aber insbesondere auf dem Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz (AGG) §1, nach dem "Benachteiligungen aus Gründen der Rasse oder wegen der ethischen Herkunft, des Geschlechts, der Religion oder Weltanschauung, einer Behinderung, des Alters oder der sexuellen Identität zu verhindern oder zu beseitigen" sind.

Der stellvertretende Geschäftsführer der Brücke Schleswig-Holstein, Robert Schenk, erklärt dazu: "Mit der Unterzeichnung der Lübecker Erklärung für Akzeptanz und Respekt unterstreichen wir unsere Haltung bei der Brücke Schleswig-Holstein. Wir verstehen es als Wert, dass es normal ist, verschieden zu sein. Entschieden wenden wir uns gegen Ausgrenzung und Benachteiligung. Wir zeigen Mut zum Miteinander und setzen uns ein für Verständnis, Akzeptanz und Chancengleichheit. Das bedeutet für uns auch: Sexuelle Selbstbestimmung als ein Recht in unserer Gesellschaft zu achten und zu schätzen."

Die Unterzeichnung der Lübecker Erklärung am 3. März in den Räumen des Bunten Hauses, Brücke SH, in Heide wird vom LSVD SH begleitet. Der Vorstandssprecher des LSVD SH, Andreas Witolla, freut sich über das große Interesse an dem Bündnisbeitritt: "Wir sind stolz und glücklich, dass gleich vier große Arbeitgeber_innen die Lübecker Erklärung unterzeichnen möchten. Das ist ein großer Verdienst der Initiative Westküste denkt QUEER, die sich bereits seit 2015 mit vielen bunten Veranstaltungen und Aktionen für sexuelle und geschlechtliche Vielfalt einsetzt. Zur Unterzeichnung werden mit dem stellvertretenden Geschäftsführer Robert Schenk (Brücke SH), Frau Prof. Wollesen (FH Westküste), Bürgermeister Ulf Stecher (Stadt Heide) und Frau Dr. Lasserre (Westküstenkliniken) hochrangige Entscheidungsträger der neuen Bündnispartner_innen persönlich anwesend sein und damit die Wichtigkeit und den Stellenwert demonstrieren."

Andreas Witolla ist begeistert darüber, dass die Gleichstellungsministerin des Landes SH, Kristin Alheit, ebenfalls bei der Unterzeichnung anwesend sein wird und die Veranstaltung mit einem Grußwort eröffnet. Alheit erklärt dazu: "Ich möchte einen offenen und respektvollen Umgang miteinander in ganz Schleswig-Holstein. Die Partner_innen des Bündnisses tragen dazu bei, dieses Ziel gemeinsam zu erreichen und ich freue mich sehr über die Beitritte hier an der Westküste. Sie zeigen nicht nur als Arbeitgeber_in, sondern als ganze Stadt und Region, dass bei Ihnen Vielfalt willkommen ist! Dafür gilt Ihnen mein herzlicher Dank."

Der Lesben- und Schwulenverband (LSVD) ist ein Bürgerrechtsverband und vertritt die Interessen und Belange von Lesben, Schwulen, Bisexuellen, trans- und intergeschlechtlichen Menschen (LSBTI). Gleiche Rechte, Vielfalt und Respekt – wir wollen, dass LSBTI als selbstverständlicher Teil gesellschaftlicher Normalität akzeptiert und anerkannt werden.

+ Mit dem Unterstrich, dem so genannten Gender Gap nach Hermann (2003), soll im Schriftbild ein Raum zwischen den Polen weiblich und männlich zum Ausdruck gebracht werden.

Weitere Informationen:
LSVD Schleswig-Holstein e.V.
Andreas Witolla
Vorstandssprecher
andreas.witolla@lsvd.de
www.lsvd-sh.de

Brücke Schleswig-Holstein gGmbH
IFD - Integrationsfachdienst für alle Menschen mit Behinderungen
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Süderstraße 10
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