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20.09.2019
Wer hilft, wenn körperliche und/oder seelische Einschränkungen zu Problemen am Arbeitsplatz führen? – der Integrationsfachdienst der Brücke Schleswig-Holstein (IFD) stellt sich vor
Die Brücke Schleswig-Holstein gGmbH ist ein mittelständisches gemeinnütziges Unternehmen der Sozial- und Gesundheitswirtschaft. Die Brücke bietet vielfältige Hilfen an für Menschen mit seelischen und körperlichen Einschränkungen und Problemen, die dadurch Schwierigkeiten am Arbeitsplatz haben.

Vermutlich kennt jeder von ihnen einen Menschen, der durch eine Erkrankung oder Behinderung über einen längeren Zeitraum Probleme am Arbeitsplatz hat. Was dann? Die berufliche und auch die psychosoziale Begleitung im Auftrag des Integrationsamtes kann in diesem Fall durch den Integrationsfachdienst der Brücke Schleswig-Holstein im Kreis Herzogtum Lauenburg übernommen werden. Die Voraussetzung dafür ist, dass die betroffenen Menschen ein sozialversicherungspflichtiges Arbeitsverhältnis mit mehr als 15 Stunden in der Woche und eine anerkannte Schwerbehinderung oder eine Gleichstellung der Agentur für Arbeit haben. Bei der Beantragung dieser Voraussetzungen kann der Integrationsfachdienst unterstützen.
Aber was heißt das genau? In dem hier nachfolgend geschilderten Fall einer Klientin wird das aufgezeigt.

Fallbeispiel einer Nutzerin (weiblich, 52 Jahre):
Frau J, 52, arbeitet seit vielen Jahren für die Stadt als Raumpflegerin in einer Gemeinschaftsschule.
Sie hat aufgrund von Wirbelsäulenproblemen und wiederkehrenden Depressionen einen Grad der Behinderung von 40 und eine Gleichstellung von der Agentur für Arbeit. Bisher konnte sie ihre Arbeit gut erledigen, aber nun ist sie auch noch an Diabetes erkrankt und stößt an ihre Grenzen. Sie ist zunehmend erschöpft und verzweifelt und meldet sich häufig krank. Schließlich wendet sich der Arbeitgeber an den Integrationsfachdienst und bittet um Hilfe. Bei einem Gespräch zwischen AG, IFD und Frau J. werden verschiedene Maßnahmen geplant, damit Frau J. ihren Arbeitsplatz behalten kann, ohne weiter zu erkranken und ihren Job nachhaltig leistungsgerecht ausführen zu können.

Der AG beantragt mit Hilfe des IFD einen Beschäftigungssicherungszuschuss beim Integrationsamt, um die Einschränkungen der Leistungsfähigkeit von Frau J. kompensieren zu können. Dafür darf Frau J. regelmäßig behinderungsbedingte Pausen einlegen und steht nicht mehr unter dem permanenten Druck, ihr Arbeit nicht so zu schaffen, wie es vertraglich vereinbart ist.
Da es auch noch private Probleme gibt, hat Frau J. Gelegenheit, entlastende Gespräche mit der Fachberatung des IFD zu führen, um die psychosoziale Belastung zu verringern. Hier wird auch über die behinderungsbedingte Leistungseinschränkung und die Krankheitsbewältigung gesprochen. Frau J. würde gern ihre Arbeitszeit reduzieren, kann sich das aber finanziell nicht leisten. Eine mögliche Lösung wäre eine Teil-Erwerbsminderungsrente von der Deutschen Rentenversicherung, bei der sie in Teilzeit weiterarbeiten könnte und das reduzierte Gehalt durch die Rente kompensieren würde.
Der IFD schlägt außerdem vor, einen Änderungsantrag bezüglich des Behinderungsgrades zu stellen. Durch die neu hinzugekommene Diagnose „Diabetes“ könnte Frau J. einen GdB (Grad der Behinderung) von 50 (anerkannte Schwerbehinderung) erhalten und damit Nachteilsausgleiche für sich in Anspruch nehmen, die noch über das hinausgehen, was ihr bisher zustand. Dazu gehören 5 Tage mehr Urlaub im Jahr, die für Menschen mit einer Schwerbehinderung eine große Bedeutung haben, weil in der Regel deutlich mehr Regenerationszeit notwendig ist und erheblicher Zeitaufwand für Arztbesuche und Behördengänge anstehen.
Der IFD steht Frau J. für 12 Monate zur Seite und begleitet sie und ihren Arbeitgeber bei allen Fragen rund um die Sicherung des Arbeitsplatzes.
Am Ende der Begleitung arbeitet Frau J. noch 30 Stunden, bekommt eine Teil-Erwerbsminderungsrente und hat einen GdB von 50. Der Arbeitgeber erhält für vorerst 2 Jahre einen Lohnkostenzuschuss vom Integrationsamt. Außerdem hat Frau J. einen Psychotherapeuten gefunden, bei dem sie regelmäßig in Behandlung ist.
„Ohne den Integrationsfachdienst würde ich jetzt wahrscheinlich nicht mehr arbeiten. Ich wusste ja gar nicht, welche Möglichkeiten es gibt!“ sagt Frau J.

Zu allen Fragen rund um das Thema Arbeit bei Einschränkungen, Krankheit und Behinderung können Sie sich kostenlos und unverbindlich beim Fachdienst Arbeit beraten lassen.

Das erfahrene Beraterteam:

Sabine Lüders(Rehapädagogin)
E-Mail: s.lueders@bruecke-sh.de

Norman Preißler(Diplom-Sozialpädagoge)
E-Mail: n.preissler@bruecke-sh.de

Verena Schulz (Diplom-Psychologin)
E-Mail: v.schulz@bruecke-sh.de

erreichen Sie unter der Rufnummer (04151) 89 89-0 oder oben genannter Mail.


Weiter Informationen
Brücke Schleswig-Holstein gGbmH
Integrationsfachdienst
Grabauer Straße 27 a
21493 Schwarzenbek
Ruf (04151) 89 89 0

Foto: Heike Miljes

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